Foodsharing jetzt mit Fairteiler in Eisenach

Am 8.5.26 konnte nach langer Suche endlich ein Foodsharing-Fairteiler in Eisenach eröffnet werden.
Er befindet sich in der Gaswerkstraße 9 und hat Montag-Freitag von 8-14Uhr geöffnet. Außerhalb dieser Zeiten befindet sich vor dem Tor ein Schrank, in welchem nicht kühlpflichtige Lebensmittel jederzeit zur Mitnahme bereit stehen.
Der Fairteiler steht allen Menschen offen.
Foodsharing stimmt sich mit der Eisenacher Tafel ab. Nur was nicht mehr von der Tafel weitergegeben werden kann, landet im Fairteiler.

Über eine WhatsApp-Gruppe wird über die im Fairteiler eingestellten Lebensmittel informiert.

Machen Sie mit:

  • Nutzen Sie die dort angebotenen Lebensmittel und bewahren sie damit vor der Mülltonne (am besten Tüten und Beutel zum Verpacken mitbringen).
  • Informieren Sie andere Menschen – insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Situationen – über diese Möglichkeit.
  • Spenden Sie Beutel, Tüten oder Gummihandschuhe.
  • Werden Sie Teil des Foodsharing-Teams und beteiligen Sie sich an der Abholung der Lebensmittel oder in einer der verschiedenen Arbeitsgruppen.


Kontakt zur Initiative über eisenach@foodsharing.network

Aus dem Selbstverständnis von Foodsharing (https://foodsharing.de/ueber-uns):

“ MISSION

foodsharing setzt sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und ein nachhaltiges Ernährungssystem ein. Dabei steht an erster Stelle das Ziel, die Verschwendung von Lebensmitteln bis zum Jahr 2030 zu halbieren und in der Folge zu beenden. Um dies zu erreichen, ist unsere Mission, die aktuellen Probleme der globalisierten Weltwirtschaft und den Irrsinn der Überflussgesellschaft erlebbar und sichtbar zu machen und ein Umdenken anzuregen. Neben verstärkter Politik, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, forcieren wir die Bildungsarbeit auf allen Ebenen. Eine nachhaltige Entwicklung und Veränderung unserer Lebens- und Wirtschaftsweise erfordert einen aktiven, handlungsbezogenen Bildungs- und Transformationsprozess für globale Gerechtigkeit und in Verantwortung für zukünftige Generationen. 

Wir stellen konkrete politische Forderungen auf Landes- und Bundesebene: Wir engagieren uns gegen den Verpackungswahnsinn, gegen unnötige Handelsnormen und für Rechtssicherheit für Lebensmittelretter*innen sowie ein überarbeitetes MHD. Wir fordern einen sofortigen gesetzlichen Wegwerf-Stopp für Supermärkte, wie dies bereits in anderen EU-Ländern erfolgreich umgesetzt wurde. Wir wollen Transparenz und klare Minderungsziele über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Wir unterstützen alternative und ressourcenschonende Ernährungskonzepte wie beispielsweise die Solidarische Landwirtschaft.

foodsharing sensibilisiert für diese Themen bei allen Akteur*innen, mit denen die Initiative in Kontakt steht. Bei unterschiedlichen Aktionen machen wir auf die unglaubliche Verschwendung in der Gesellschaft aufmerksam und bieten Lösungsansätze an. Dafür schreiben wir Petitionen, sind in Kontakt mit Politiker*innen, geben Interviews, gehen demonstrieren und retten täglich tonnenweise Lebensmittel vor der Vernichtung. Ziel ist es, auf persönlicher und politischer Ebene Aufklärung, Umdenken und verantwortliches Handeln nachhaltig anzustoßen. 

foodsharing macht die Probleme der globalisierten Weltwirtschaft praktisch greifbar und regt so zu einem wirklichen Umdenken an. Über das Wissen zu Klimawandel, Umweltzerstörung, globaler Ausbeutung sowie Hunger und Armut hinaus, zeigen wir Wege zum konkreten Handeln und einer echten Wertschätzung von Lebensmitteln auf. Dadurch werden praktische Änderungen im Alltagsverhalten hin zu einem nachhaltigeren Konsum gefördert und gelebt. 

Unsere Organisations- und Austauschplattform foodsharing.de ist und bleibt kostenlos, nicht kommerziell und ohne Werbung. Die Tätigkeiten basieren auf ehrenamtlichem und gemeinnützigem Engagement. Das Retten und Teilen von Lebensmitteln findet geldfrei statt. foodsharing ist eine Umweltorganisation mit der Absicht, Ressourcen zu schonen, indem genießbare Lebensmittel verwendet statt verschwendet werden. Wir stehen dabei nicht in Konkurrenz zu anderen Initiativen, die sich gegen Essensverschwendung einsetzen. Wir lassen allen mildtätigen Organisationen bewusst den Vortritt, um gerettete Lebensmittel an Bedürftige zu verteilen. foodsharing ist die „letzte Bastion vor der Mülltonne“. 

Über foodsharing werden Lebensmittel an alle Menschen verteilt. Wir verstehen uns als offene, inklusive Organisation. So werden Ausgrenzung, Rassismus, Sexismus und Diskriminierung in jeglicher Form ebenso wenig toleriert wie Belästigungen, Beleidigungen, Beschimpfungen, Diffamierungen und faschistische oder rassistische Äußerungen. foodsharing kooperiert daher nicht mit Parteien, Organisationen oder Einzelpersonen, die rassistische, antisemitische, sexistische oder sonstige menschenverachtende Positionen vertreten. Viel mehr fördert foodsharing die Vernetzung, Integration und Gemeinschaftsbildung. Wir formen lokale Gemeinschaften für ein wertschätzendes Miteinander und Engagement über bewusst subsidiäre Strukturen. 

 Zu den Themen Nachhaltigkeit, gesunde Ernährung und Lebensmittelverschwendung veranstalten wir neben der überregionalen Bildungsarbeit viele dezentrale Workshops, bieten gemeinschaftliche Kochevents und Diskussionsrunden an und halten Vorträge und Lesungen.

Wir fördern die Vernetzung durch gemeinsame Aktionen mit anderen Nachhaltigkeitsinitiativen sowohl in Groß- und Kleinstädten als auch verstärkt in ländlichen Regionen, beispielsweise über Nachbarschaftsgruppen, Urban-gardening-Aktionen, Fahrraddemos/Critical Mass, Tauschläden, Repair-Cafes, Infoständen, auf Festivals und in vielen weiteren Zusammenhängen.

 foodsharing bringt Menschen unterschiedlichster Hintergründe zusammen und regt zum Mitmachen, Mitdenken und einem verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten an. Dabei geht das Engagement bei foodsharing weit über das reine Lebensmittelretten hinaus. Die Organisation lebt davon, dass sich Menschen auf vielfältige Art und Weise mit ihren Stärken und Interessen einbringen. Es gibt keine andere Initiative dieser Größe im deutschsprachigen Raum, welche in diesem Umfang ehrenamtlich tätig ist, öffentlich macht, wie viele Lebensmittel tatsächlich weggeworfen werden und aus einer Nachhaltigkeitsperspektive wirkungsvolle Lösungsansätze anbietet. 

Wir machen uns bereit für weitere zehn Jahre des unermüdlichen Handelns gegen Lebensmittelverschwendung und für einen echten Wandel unserer Ess- und Konsumkultur.
Macht alle mit!